Amiantit
 

GFK-Wickelrohr für Schwindelfreie

« zurück
News
Messen
Baustellenberichte
Weitere News
Über uns
Produkte
Einsatzgebiete
Referenzen
Jobs
Kontakt
Download
Links
Amiantit Websites
Amiantit News

Installation der Regenwasserableitung unter Talbrücken der A 73

Auf Autobahnbrücken muss eine leistungsfähige Entwässerung dafür sorgen, dass auch starke Niederschläge nicht zu gefährlichem Aquaplaning auf der Fahrbahn führen.

Unter zwei von der ZÜBLIN-Niederlassung Chemnitz gebaute Talbrücken im Zuge der neuen A 73 Suhl-Lichtenfels erwiesen sich Rohrleitungen des GFK-Systems FLOWTITE von Amitech Germany, Mochau als technisch und wirtschaftlich optimale Lösung des Entwässerungsproblems.

 

Die von der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau- GmbH), Berlin, projektierte Thüringer-Wald- A73 von Erfurt nach Lichtenfels in Bayern führt in ihrem Verlauf über etliche technisch und optisch bemerkenswerte Brückenbauwerke. Überbrückt werden unter anderem auch das Schleusetal und das Wiedersbachtal bei Schleusingen im Bauabschnitt Suhl-Lichtenfels.

Auf der bis zu 40 Meter hohen Schleusetalbrücke sind bei 680 Metern Länge und 28,50 Metern Breite der Brücke rund 19.400 Quadratmeter Fahrbahnfläche auch im Fall starker Niederschläge schnell und zuverlässig zu entwässern, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Die Wiedersbachtalbrücke ist 177 Meter lang, bis zu 20 Meter hoch und weist eine entwässernde Fläche von 5.059 Quadratmetern auf. Damit sind die Rahmenbedingungen für eine wichtige technische Detailfrage definiert, die auf jeder Autobahnbrücke gelöst werden muss: Wohin mit dem Regenwasser? Die Sediment- und Schadstoff-belasteten Niederschläge einfach von der Brücke in die Landschaft ablaufen lassen, verbietet sich aus ökologischen Gründen von selbst, zumal die Schleusetal- und die Wiedersbachtalbrücke beide sowohl im FFH-Schutzgebiet bzw. Vorschlagsgebiet als auch in einem Wasserschutzgebiet liegen.

Wie die Streckenentwässerung muss auch die Brückenentwässerung ordnungsgemäß in die vorgesehenen, an der Autobahn installierten Aufbereitungsanlagen eingeleitet werden. Sowohl für die eigentliche Brückenentwässerung als auch für die Durchleitung der Autobahn-Streckenentwässerung müssen in bzw. unter der Brücke technisch geeignete und hydraulisch ausreichend bemessene Rohrleitungen installiert werden.

Bei der Wahl des Rohrmaterials spielen neben den allgemeinen betrieblichen Anforderungen wie Langzeitbeständigkeit und Servicefreundlichkeit vor allem auch installationstechnische Aspekte eine maßgebliche Rolle – und nicht zuletzt natürlich auch wirtschaftliche Gesichtspunkte. Für die Entwässerung der Schleusetalbrücke und der Wiedersbachtalbrücke waren ursprünglich Edelstahlrohre in Nennweiten von DN 200 auf der Wiedersbachtalbrücke bis DN 300 auf der Schleustalbrücke vorgesehen; die Durchleitung der Streckenentwässerung sah sogar Rohre von DN 600 und DN 800 vor. Mineralische Rohrwerkstoffe scheiden für diesen Einsatzzweck schon allein aus Gewichtsgründen aus. In der Abwägung zwischen Edelstahl und GFK entschieden sich die Planer letztlich für GFK-Rohre, die technisch zumindest gleichwertig, dabei aber deutlich kostengünstiger sind. Dabei bekamen über dem Schleuse- und dem Wiedersbachtal letztlich Rohre des Wickelrohrsystems FLOWTITE von Amitech Germany, Mochau, den Zuschlag.

Neben der Eigenschaften dauerhafter- Korrosions- und Witterungsbeständigkeit stellt sich vor allem das geringe Metergewicht als bautechnischer Pluspunkt des GFK-Rohrs dar. Es kann mit sehr langen und dennoch leichten Rohren gearbeitet werden, was in bis zu 40 Metern Arbeitshöhe ein kaum zu unterschätzender Vorteil ist. Selbst ein GFK-Wickelrohr DN 800 der Steifigkeitsklasse SN 5000 hat ein Metergewicht von nur 64 Kilogramm. An der A 73 konnte daher auch bei den großen Nennweiten mit bis zu sechs Meter langen Rohren gearbeitet werden, was die Zahl der einzelnen Installationen deutlich reduziert und damit den Bauablauf erheblich beschleunigt.

Die Rohre wurden von einer mittig unterhalb Richtungsfahrbahnen verfahrbaren Arbeitsbühne aus eingebaut. Die Entwässerungsleitungen hängte man an einbetonierten Ankerschienen aus Edelstahl auf, wobei aus Gründen der späteren Wartung von Brücke und Leitungen ein Abstand von 30 Zentimetern vom Rohr zum Brückenbauwerk einzuhalten war. Dabei installierte man die kleinere Brückenentwässerung nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich parallel zu der größeren Durchführung der Streckenentwässerung. Die Zweimann—Montagekolonne hängte stets erst ein kleines, und dann ein großes GFK-Rohr auf, um anschließend die Montagebühne eine Rohrlänge weiter vor zu fahren. Dies ermöglichte ein vergleichsweise hohes Arbeitstempo: Die zweimal 177 Meter Rohrleitungen unter der Wiedersbachtal-Brücke wurden im Oktober 2006 innerhalb von nur drei Arbeitswochen komplett installiert. Bei der 680 Meter langen Schleusetal-Brücke hat der Einbau der Entwässerungsrohre im Herbst 2006 begonnen und wird sich in mehreren Bauabschnitten bis ins Jahr 2007 hin ziehen.

Fest steht, dass auch die installierten FLOWTITE-Rohre die für die gesamte Brückenkonstruktion vorgegebene Bemessungslebensdauer von 100 Jahren problemlos erreichen und über viele Jahrzehnte hin massgeblich, wenn auch nahezu unsichtbar, zur Verkehrssicherheit auf der A 73 beitragen werden.

Kontakt:
Amitech Germany GmbH
Am Fuchsloch 19
04720 Mochau
Tel. 03431 / 71 82 10
Fax 03431 / 70 23 24
E-Mail: info@amitech-germany.de

Amiantit Group
Copyright © 2005 Amitech Germany GmbH, Mitglied der Amiantitgruppe.
Rechtshinweise und Nutzungsbedingungen
| Impressum | Sitemap