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Pirna: Relining von „Hauptsammler V“ durch 3 Kilometer GFK-Wickelrohr |
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Die mit dem Projekt betreuten Planer des Dresdner Ingenieurbüros ACI Aquaproject Consult entschieden sich nach sorgfältiger Prüfung für ein Relining des Sammlers mit GFK-Rohren. Deren geringes Metergewicht erlaubt eine schnelle Baudurchführung bei der Installation der Rohre mit herkömmlichem, leichten Baugerät. Den Zuschlag im öffentlichen Vergabewettberwerb erhielten letztlich GFK-Wickelrohre des Systems FLOWTITE von Amitech Germany. Aus dem nahe gelegenen Stammwerk in Mochau werden bis August 2007 insgesamt drei Kilometer Wickelrohre DN 1000, SN 10000 nach Pirna geliefert und durch die KUT Kanal- und Umwelttechnik GmbH, Dresden in Längen zwischen einem und 4,20 Metern installiert. Die unterschiedlichen Einbau-Rohrlängen ergeben sich aus den vorhandenen, teils recht engen Radien in der Elbaue verlegten Kanals. Um die Rohre in den zwischen 2,50 und 4,00 Meter tief liegenden Sammler einzuschieben, wurde dieser in regelmäßigen Abständen über insgesamt 40 Montagebaugruben zugänglich gemacht. Deren Abmessungen passte man der Maximallänge von 4,20 Metern so knapp wie möglich an, um den Eingriff in die Landschaft zu minimieren. Das Altrohr wurde durch Entfernen eines Rohrsegments im Scheitelbereich geöffnet. Das aufgeschnittene Segment setzt man nach erfolgreichem Relining wieder auf, so dass man als Sanierungsergebnis quasi ein Doppelrohrsystem -innen GFK, außen Beton- erhält. Die vom Baustellenlager angelieferten Rohre wurden per Lkw-Ausleger in den geöffneten Kanal eingelegt. Dort wurden sie von einem eigens für diese Einsätze von der KUT konstruierten elektrisch angetriebenen Rohrwagen aufgenommen, der sie bis zu 80 Meter weit an den jeweiligen Einsatzort transportierte. Unter Aufsicht eines dort wartenden Mitarbeiters des Sanierungsunternehmens wurden sie mit Hilfe einer Seilwinde an den bereits liegenden Rohrstrang angekoppelt. Die Rohrverbindung erfolgte über die bewährte REKA-Kupplung des FLOWTITE-Rohrsystems. Der Ringraum um das neue Rohr wird abschließend mit einem Flüssigzement verdämmert, um den GFK-Kanal auftriebssicher im Altrohr zu fixieren. Die in Pirna eingesetzte Kombination von Rohrsystem und Montagetechnik, verbunden mit der Einbauerfahrung des KUT-Personals, führte zu hohen Installationsgeschwindigkeiten. Der neue „Hauptsammler V“ wuchs stündlich um bis zu 4 Meter oder 17 Meter, so dass die Beteiligten nach Baubeginn im Dezember 2006 Anfang März bereits eine Einbauleistung von rund 700 Metern, also rund 23 Prozent des Gesamtprojektes, konstatieren konnten. Eine besondere technische Herausforderung wartete allerdings zu diesem Zeitpunkt noch auf Ihre Lösung. Im Zuge des Relining ist rund 1000 Meter südlich der neuen Pirnaer Elbtalbrücke auch die Dükerung des in die Elbe mündenden Flüsschens Wesenitz zu sanieren. Das Düker-Relining soll nach den Planungen im 2. Quartal gleichfalls mit Rohren des FLOWTITE-Systems realisiert werden. Hier werden dann statt eines begehbaren Rohrs zwei im vorhandenen Betondüker parallel verlegte Rohrstränge DN 250 und DN 500 zum Einbau kommen. Wenn der „neue“ Hauptsammler V im Spätsommer 2007 seinen
Betrieb aufnimmt, wird das Pirnaer Abwasser durch ein Rohr nach Dresden
fliessen, das nicht nur auf viele Jahrzehnte hinaus druckdicht ist, sondern
dank seiner auftriebssicheren Verlegung mindestens einem mittleren Elbhochwasser
zuverlässig stand hält. Kontakt: |
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