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Bypass auf Bahnsteig 6 |
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Dieser Stauraum-Kanal wurde aber nicht etwa unterirdisch installiert, sondern im September/Oktober 2005 von der TS Bau GmbH, Riesa, auf Bahnsteig 6 gebaut. Dazu entschied man sich für den Einsatz von GFK-Wickelrohren des Systems FLOWTITE der Amitech Germany, Mochau. Das gewaltige Volumen dieses Speichers nimmt aber nicht nur die unterirdischen Abwässer auf, sondern auch die gesamte Dachentwässerung des Leipziger Hautbahnhofs – und dessen Dach ist eines der größten in ganz Deutschland. Insofern ist hier bei Starkregen mit ganz erheblichen Spitzenzuflüssen zu rechnen, die der Kanal zusätzlich aufnehmen muss. Da er nach dem Prinzip des Stauraum-Kanals funktioniert, hat er einen querschnittsreduzierten Abfluss DN 800, der den maximal möglichen Abfluss definiert. Der Abfluss erfolgt über eine geschweißte Stahlrohrleitung, die sich schließlich in zwei Leitungen DN 500 teilt, welche schließlich hinter der City-Tunnel-Baustelle wieder in die alten Kanäle münden. Die zum Bau verwendeten GFK-Wickelrohre der Druckstufe PN 6 hatten eine Wandstärke von 24,9 Millimetern und wurden in jeweils 6 Meter langen Rohren eingebaut. Aufgrund der vorab nicht sicher absehbaren Belastungen des Rohrs wurde dieses präventiv mit den Charakteristika einer Druckleitung ausgelegt. Verbunden wurden die Einzelrohre in der FLOWTITE-systemspezifischen Technik der REKA-Kupplung. Die ganze Maßnahme ist auf eine Lebensdauer von rund 4 Jahren konzipiert: 2009, wenn die ersten S-Bahnen durch den City-Tunnel fahren, wird auch die Entwässerungsstruktur im Untergrund des Leipziger Hauptbahnhofs wieder neu organisiert sein und der Bypass-Kanal auf Bahnsteig 6 seine Funktion erfüllt haben und demontiert sein. Kontakt: |
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