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Kühlwasser für Irsching 4 und 5 |
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Diese Mengen werden durch insgesamt sechs Druckrohrleitungen der Nennweiten DN 2000 und DN 2200, heran- und wieder abgeführt. Diese Rohre sind überwiegend erdverlegt, müssen aber das Flüsschen Paar, das im Werksbereich in die Donau mündet, überqueren. Dazu wurden zwei Beton-Ständerbrücken von 150 und 60 Metern Länge gebaut, die jeweils drei Leitungstrassen aufnehmen. Für den Einsatz von GFK-Rohren anstelle von Edelstahl oder Beton war nicht zuletzt in der Brückensituation das geringe spezifische Gewicht des GFK-Rohrs Ausschlag gebend: Die auf den Brücken verlegten Wickelrohre des FLOWTITE-Systems von Amitech Germany, Mochau, wogen bei je 12 Metern Rohrlänge in der Nennweite DN 2200 nur vergleichsweise geringe 5 Tonnen. Der Gewichtsunterschied zu anderen Werkstoff-Optionen wirkte sich -angesichts von 450 laufenden Rohr-Metern allein auf der längeren der beiden Brücken- nicht zuletzt auf die statische Auslegung der Brückenkonstruktion selbst aus. Beton war schon aus diesem Grunde praktisch ausgeschlossen. Auch Stahl wäre deutlich schwerer gewesen, zudem aber auch wesentlich teurer. Und letztlich ist GFK in seiner mechanischen Langzeitbelastbarkeit und Witterungsbeständigkeit den anderen Alternativen mindestens gleichwertig. Eine technische Herausforderung ist die druckfeste Auslegung der große dimensionierten Leitungen für derartige Wassermassen, sondern auch der Bögen, die sich nicht zuletzt aus der Brückenkonstruktion ergeben, an deren Ende das Wasser durch die absteigenden Leitungen senkrecht in 90°-Bögen hinab abstürzt. Die auf der Brücke verlegten FLOWTITE-Rohre PN6 mit 30 mm Wandstärke wurden im Schutz von eigens installierten Zelten in Laminattechnik zugfest miteinander verbunden. Für diesen Abeitsgang reisten Amitech-Techniker aus Mochau an die Donau. Die Rohrstränge sind auf halbkreisförmigen Supporten gleitgelagert, wobei Kompensatoren die axialen Kräfte abfangen. Die kinetisch hoch belasteten erdseitigen Bögen des absteigenden Leitungsastes werden in mächtige Widerlagern aus Stahlbeton zugfest gesichert. In den daran sich anschließenden „kreuzgewickelten“ GFK-Rohren der Sarplast , eines italienischen Amitech-Schwesterunternehmens im Amiantit-Mutterkonzern, erfolgt die zugfeste Verbindung in Key-Lock-Technik. Jede Rohrverbindung besteht aus einem eingeschobenen Key-Lock-Stab und zwei Lippendichtungen. Damit sind die Kraftwerksblöcke Irsching 4 und 5 nicht nur energietechnisch auf den allerneuesten Stand, sondern auch hinsichtlich ihrer Versorgungsrohre voll „up to date“. Für den Amiantit-Konzern und seine als Rohr-Systemhersteller beteiligten Tochterunternehmen ist Irsching ein weiterer spektakulärer Erfolg speziell im Marktsegment Industrie- und Kraftwerksbau. Kontakt: |
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